Schaumstoffmatratze – komfortabel, vielseitig und für viele Schlaftypen geeignet
Schaumstoff, Zuschnitt & Polsterbedarf, Made in Germany
Jetzt entdeckenEine Schaumstoffmatratze ist keine einzelne Matratzenart, sondern eine ganze Gruppe unterschiedlicher Schlafsysteme. Gemeinsam ist ihnen, dass der tragende Kern vollständig oder überwiegend aus Schaumstoffen besteht. Je nach verwendetem Material können sich Rückstellung, Einsinkverhalten, Festigkeit und Wärmeempfinden deutlich unterscheiden.
Genau diese Vielfalt macht Schaumstoffmatratzen so vielseitig. Ein schnell reagierender Kaltschaum fühlt sich beispielsweise anders an als ein langsam nachgebender Viscoschaum. Komfortschaum wiederum kann je nach Aufbau eine ganz andere Festigkeit und Elastizität besitzen.
In diesem Ratgeber erfährst du, welche Arten von Schaumstoffmatratzen es gibt, wie sich die verschiedenen Schäume unterscheiden und welche Eigenschaften bei der Auswahl wirklich wichtig sind.
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Was ist eine Schaumstoffmatratze?
Als Schaumstoffmatratze werden Matratzen bezeichnet, deren Kern aus einem oder mehreren Schaumstoffen besteht.
Dabei können sowohl einheitliche Kerne als auch Kombinationen verschiedener Schichten zum Einsatz kommen.
Zu den häufig verwendeten Schaumarten gehören:
- Kaltschaum
- Komfortschaum
- Gelschaum
- Viscoschaum beziehungsweise Memory Foam
Der Begriff Schaumstoffmatratze beschreibt deshalb zunächst nur die grundsätzliche Konstruktion.
Wie sich eine solche Matratze tatsächlich anfühlt, hängt davon ab:
- welcher Schaum verwendet wird,
- wie fest der Schaum eingestellt ist,
- wie hoch die einzelnen Schichten sind,
- ob der Kern profiliert oder zoniert ist,
- wie die verschiedenen Schäume kombiniert werden.
Zwei Schaumstoffmatratzen können sich deshalb trotz ähnlicher Optik völlig unterschiedlich verhalten.

Die Vorteile einer Schaumstoffmatratze
Schaumstoffmatratzen lassen sich sehr unterschiedlich konstruieren und auf verschiedene Anforderungen abstimmen.
Typische Vorteile können sein:
- vergleichsweise geringes Eigengewicht,
- geräuschloses Liegen,
- verschiedene Festigkeiten möglich,
- unterschiedliche Einsink- und Rückstelleigenschaften,
- Kombination mehrerer Schaumschichten möglich,
- Konturen und Zonen direkt im Kern realisierbar,
- einfache Handhabung gegenüber vielen schweren Matratzenarten.
Besonders interessant ist die große Gestaltungsfreiheit.
Während bei anderen Matratzenarten die tragende Konstruktion relativ fest vorgegeben ist, lassen sich bei Schaumstoffmatratzen verschiedene Materialien und Festigkeiten miteinander kombinieren.
Welche Arten von Schaumstoffmatratzen gibt es?
Nicht jede Schaumstoffmatratze reagiert gleich.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Schaumarten können erheblich sein.
Kaltschaummatratzen
Kaltschaum reagiert vergleichsweise schnell auf Belastung und stellt sich nach einer Bewegung zügig zurück.
Typisch sind:
- punktuelles Nachgeben,
- schnelle Rückstellung,
- unterschiedliche Festigkeiten,
- Profilierungen direkt im Kern möglich.
Kaltschaum eignet sich deshalb häufig für Menschen, die beim Drehen eine unmittelbar reagierende Liegefläche bevorzugen.
Komfortschaummatratzen
Komfortschaum ist ebenfalls ein PU-Schaum, kann sich je nach Rezeptur und Verarbeitung jedoch deutlich von Kaltschaum unterscheiden.
Er wird häufig für:
- klassische Matratzenkerne,
- Komfortschichten,
- Gästematratzen,
- unterschiedliche Festigkeitsabstimmungen
eingesetzt.
Die Bezeichnung allein sagt wenig über die tatsächliche Qualität oder Festigkeit aus. Entscheidend ist der konkrete Schaumaufbau.
Gelschaummatratzen
Gelschaum besitzt ein weiches und häufig druckentlastendes Liegeverhalten.
Anders als klassischer Viscoschaum ist seine Anpassung weniger stark von Körperwärme abhängig.
Das kann interessant sein, wenn du:
- ein nachgiebiges Liegegefühl bevorzugst,
- stärker einsinken möchtest,
- trotzdem eine relativ direkte Rückstellung wünschst.
Viscoschaummatratzen
Viscoschaum wird häufig auch als Memory Foam bezeichnet.
Er reagiert auf Druck und Temperatur und passt sich vergleichsweise langsam an.
Typisch sind:
- körpernahes Einsinken,
- verzögerte Rückstellung,
- geringe Bewegungsübertragung,
- ausgeprägtes Memory-Gefühl.
Wer sich nachts sehr häufig bewegt, kann dieses langsamere Reaktionsverhalten weniger angenehm finden als einen schneller rückstellenden Schaum.
Für wen eignet sich eine Schaumstoffmatratze?
Da es sehr unterschiedliche Schaumstoffe gibt, lässt sich diese Frage nicht pauschal mit einer einzigen Zielgruppe beantworten.
Schaumstoffmatratzen können interessant sein für:
- Seiten- und Rückenschläfer,
- Menschen mit häufigen Positionswechseln,
- Personen, die ein geräuschloses Schlafsystem bevorzugen,
- Menschen, die eine leichte Matratze möchten,
- Paare mit Bedarf an geringer Bewegungsübertragung,
- Gäste- und Jugendzimmer.
Welcher Schaum tatsächlich passt, hängt vom gewünschten Liegeverhalten ab.
Ein unruhiger Schläfer kann beispielsweise mit Kaltschaum gut zurechtkommen, während ein ruhiger Schläfer ein stärker anschmiegsames Viscoschaumgefühl bevorzugt.
Welcher Härtegrad ist der richtige?
Bei Schaumstoffmatratzen sollte der Härtegrad nicht isoliert betrachtet werden.
Denn die gleiche Härtegradbezeichnung kann sich je nach:
- Schaumart,
- Kernhöhe,
- Stauchhärte,
- Schichtaufbau,
- Profilierung
deutlich anders anfühlen.
Zusätzlich sind Härtegrade wie H2, H3 oder H4 nicht einheitlich genormt.
Für die Auswahl solltest du deshalb mehrere Punkte gemeinsam betrachten:
- Körpergewicht,
- Körpergröße,
- Gewichtsverteilung,
- Schlafposition,
- gewünschte Einsinktiefe,
- bevorzugtes Liegegefühl.
Gerade bei mehrschichtigen Schaumstoffmatratzen kann beispielsweise eine weiche Komfortschicht auf einem festeren Trägerkern liegen. Das Liegegefühl lässt sich dann nicht allein aus einer Härtegradangabe ableiten.
Warum ist Punktelastizität so wichtig?
Punktelastizität beschreibt, wie lokal ein Material auf Belastung reagiert.
Ein punktelastischer Schaum gibt hauptsächlich dort nach, wo tatsächlich Druck entsteht.
Dadurch können beispielsweise Schulter oder Becken stärker einsinken, während andere Bereiche weniger stark nachgeben.
Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt von der verwendeten Schaumart ab.
Kaltschaum reagiert beispielsweise anders als Viscoschaum oder Gelschaum.
Deshalb sollte Punktelastizität nicht als pauschale Eigenschaft jeder Schaumstoffmatratze betrachtet werden, sondern immer im Zusammenhang mit dem konkreten Material.
Raumgewicht – wie lässt sich der Wert einordnen?
Das Raumgewicht gibt an, wie viel Masse eines Schaums auf einen Kubikmeter Material entfällt.
Es kann Hinweise auf den Materialeinsatz geben, ist aber kein alleiniger Qualitätsmaßstab für eine komplette Schaumstoffmatratze.
Das ist besonders wichtig, weil eine Matratze aus mehreren Schäumen bestehen kann.
Beispielsweise können:
- Trägerkern,
- Komfortschicht,
- Viscoauflage,
- Randverstärkung
unterschiedliche Raumgewichte besitzen.
Ein einzelner RG-Wert beschreibt dann nicht automatisch den gesamten Matratzenaufbau.
Außerdem sagt das Raumgewicht nicht unmittelbar aus:
- wie hart der Schaum ist,
- wie stark er einsinkt,
- wie schnell er zurückstellt,
- wie sich die komplette Matratze anfühlt.
Für eine sinnvolle Bewertung sollten daher Raumgewicht, Schaumart, Festigkeit und Schichtaufbau gemeinsam betrachtet werden.
Schaumstoff oder Federkern – welcher Matratzentyp passt besser?
Schaumstoff- und Federkernmatratzen unterscheiden sich bereits konstruktiv deutlich.
Schaumstoffmatratzen
Sie arbeiten mit einem durchgehenden Schaumstoffkern oder mehreren Schaumschichten.
Typische Eigenschaften können sein:
- geräuschloses Liegen,
- geringeres Eigengewicht,
- unterschiedliche Konturierungen möglich,
- je nach Schaum sehr verschiedene Rückstellgeschwindigkeiten.
Federkernmatratzen
Hier übernehmen Metallfedern die tragende Funktion.
Typisch sind:
- federndes Liegegefühl,
- große Luftzwischenräume im Kern,
- je nach Konstruktion höheres Eigengewicht,
- unmittelbare mechanische Rückstellung.
Welche Variante besser passt, hängt deshalb weniger von einer allgemeinen Qualitätsfrage ab als davon, welches Liegegefühl du bevorzugst.
Ist eine Schaumstoffmatratze für Allergiker geeignet?
Bei Allergien sollte nicht pauschal allein nach dem Kernmaterial entschieden werden.
Wichtiger ist, wie gut sich das komplette Schlafsystem hygienisch pflegen lässt.
Praktisch sind insbesondere:
- abnehmbarer Matratzenbezug,
- nach Pflegeetikett waschbarer Bezug,
- trockenes Schlafumfeld,
- gute Belüftung unter der Matratze,
- regelmäßiges Waschen der Bettwäsche.
Der Schaumstoffkern selbst ist nicht waschbar und sollte nicht vollständig durchnässt werden.
Auch eine Dampfreinigung oder vollständige Desinfektion des Schaumkerns ist nicht vorgesehen.
Für Allergiker ist deshalb vor allem ein gut zugänglicher, pflegeleichter Bezug interessant.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Bei einer Schaumstoffmatratze ist vor allem die Frage wichtig, wie der Kern aufgebaut ist.
Achte deshalb weniger auf einzelne Schlagworte und stärker auf folgende Punkte:
Welche Schaumarten werden verwendet?
Ein reiner Kaltschaumkern verhält sich anders als eine Kombination aus Trägerschaum und Viscoschicht.
Wie dick sind die einzelnen Schichten?
Eine dünne Komfortauflage beeinflusst das Liegegefühl anders als eine mehrere Zentimeter starke Schicht.
Wie schnell reagiert der Schaum?
Wenn du dich häufig bewegst, kann eine schnelle Rückstellung angenehmer sein.
Wie stark möchtest du einsinken?
Visco- oder bestimmte Gelschäume können ein stärker körpernahes Liegegefühl erzeugen.
Wie ist der Kern konstruiert?
Profilierungen, Zonen oder unterschiedliche Festigkeiten können das Verhalten einzelner Bereiche beeinflussen.
Ist der Bezug pflegeleicht?
Ein abnehmbarer und waschbarer Bezug erleichtert die regelmäßige Hygiene deutlich.
Welche Schaumstoffmatratze passt zu welchem Liegegefühl?
Ein sinnvoller Ausgangspunkt ist nicht die Frage nach dem „besten“ Schaum, sondern nach dem gewünschten Verhalten.
Du möchtest eine schnelle Rückstellung
Dann kann Kaltschaum interessant sein.
Du bevorzugst stärkeres Anschmiegen
Viscoschaum kann ein ausgeprägteres körpernahes Liegegefühl bieten.
Du möchtest nachgiebig liegen, aber nicht auf Wärme warten
Gelschaum kann eine mögliche Alternative sein.
Du suchst einen unkomplizierten Schaumstoffaufbau
Komfortschaum kann je nach Ausführung infrage kommen.
So lässt sich die Auswahl gezielter treffen als allein anhand allgemeiner Materialvorteile.
Warum eine Schaumstoffmatratze von Frankenschaum?
Frankenschaum ist auf Schaumstofflösungen spezialisiert.
Dadurch lassen sich unterschiedliche Eigenschaften eines Matratzenkerns gezielt über die Auswahl und Kombination verschiedener Schäume beeinflussen.
Relevant sind beispielsweise:
- Festigkeit,
- Rückstellung,
- Einsinktiefe,
- Kernhöhe,
- Profilierung,
- Schichtaufbau.
Ob Kaltschaum, Komfortschaum oder andere geeignete Schaumstoffqualitäten – entscheidend ist, dass die Konstruktion zur geplanten Nutzung und zum gewünschten Liegegefühl passt.
Häufige Fragen zur Schaumstoffmatratze
Eine Schaumstoffmatratze besitzt einen Kern, der vollständig oder überwiegend aus einem oder mehreren Schaumstoffen besteht. Dazu können beispielsweise Kaltschaum, Komfortschaum, Gelschaum oder Viscoschaum gehören.
Nein. Je nach Schaumart unterscheiden sich Einsinkverhalten, Rückstellgeschwindigkeit, Festigkeit und Liegegefühl teilweise deutlich.
Beide gehören zu den PU-Schäumen, unterscheiden sich jedoch je nach Herstellung und Rezeptur in Zellstruktur und Liegeeigenschaften. Die konkrete Qualität lässt sich deshalb nicht allein anhand der Materialbezeichnung beurteilen.
Memory Foam reagiert langsamer und stärker auf Temperatur und Druck. Kaltschaum stellt sich schneller zurück und fühlt sich bei Positionswechseln meist dynamischer an.
Das hängt von Körpergewicht, Schlafposition, Schaumart und Kernaufbau ab. Da Härtegrade nicht genormt sind, sollten immer die Angaben des konkreten Modells berücksichtigt werden.
Nein. Ein höheres Raumgewicht kann Hinweise auf den Materialeinsatz geben, beschreibt aber weder automatisch die Festigkeit noch das komplette Liegegefühl einer Matratze.
Ein abnehmbarer und waschbarer Bezug kann die hygienische Pflege erleichtern. Der Schaumstoffkern selbst ist jedoch nicht waschbar und sollte trocken gehalten werden.
Der Schaumstoffkern wird nicht gewaschen oder vollständig durchnässt. Bei einem abnehmbaren Bezug kann dieser entsprechend dem Pflegeetikett separat gereinigt werden.
Nicht grundsätzlich. Beide Konstruktionen besitzen unterschiedliche Eigenschaften. Schaumstoff kann leichter und variabler im Aufbau sein, während Federkern ein deutlich federnderes Liegegefühl bietet.
Eine feste Lebensdauer lässt sich nicht pauschal nennen. Sie hängt von Schaumqualität, Aufbau, Belastung und Pflege ab. Dauerhafte Kuhlen, nachlassende Rückstellkraft oder Beschädigungen können Hinweise auf einen notwendigen Austausch sein.
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Schaumstoff-Experte seit 2001 & Dipl. Ing. (FH)
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